Das Glossar für Anforderungen

am 2. März 2015

Anforderungsspezialist

Ein Anforderungsspezialist ist eine Stereotyp. Aus diesem Stereotyp lassen sich der Requirements Engineer und der Business Analyst ableiten.

Business Analyse

Ziel der Business-Analyse (BA oder auch Business Analysis) ist es, Strukturen, Prinzipien und Geschäftsprozesse eines Unternehmens zu verstehen[1]. Es sollen Lösungen empfohlen werden, die es dem Unternehmen ermöglichen, diese Strukturen, Prinzipien und Prozesse zu verbessern. Beispiele für Lösungen sind optimierte Arbeitsabläufe, Änderungen der Aufbauorganisation, Einsatz von IT. Die Business-Analyse ermittelt dazu Anforderungen unterschiedlicher Personen oder Personengruppen (Stakeholder) innerhalb und außerhalb des Unternehmens.Wikipedia

Produkt

Ein Produkt kann im Sinne von Anforderungsbuero.de folgendes sein:

  • Systeme,
  • Geschäftsprozesse,
  • Funktionen,
  • Komponenten,
  • Software.

Spezifikation: Verständliche Auflistung der notwendigen Anforderungen.

Eine Spezifikation (vom lateinischen specificatio für die „Auflistung“ oder das „Verzeichnis“) ist die Beschreibung eines Produktes, eines Systems oder einer Dienstleistung durch Auflistung seiner Anforderungen. Ziel der Spezifikation ist es, Anforderungen zu definieren und, falls möglich, zu quantifizieren (z. B. die Anforderung „Leicht verständliche Dokumentation“ ausgedrückt durch: Ein neuer Benutzer versteht das System in maximal 30 Minuten), mit denen das Werk oder die Dienstleistung des Auftragnehmers bei der Übergabe an den Auftraggeber bzw. Käufer geprüft und durch den Auftraggeber abgenommen werden kann. Die Spezifikation ist auch die Grundlage, nach der der Auftragnehmer oder Verkäufer die Bezahlung fordern kann, wenn die spezifizierten Anforderungen erfüllt wurden. Die Spezifikation enthält in der Regel für jede spezifizierte Eigenschaft eine präzise Referenz zu der anzuwendenden Prüfmethode für das jeweilige Merkmal.

Quelle:

Stakeholder

Als Stakeholder wird eine Person oder Gruppe bezeichnet, die ein berechtigtes Interesse am Verlauf oder Ergebnis eines Prozesses oder Projektes hat. Quelle:

Beispiele:

  • Lieferant,
  • Entwickler,
  • Kunde,
  • Projektmanager.

Systementwicklung

Ein System im Sinne von Anforderungsbuero.de ist entweder eine Software, Hardware oder das Zusammenspiel aus Hard- und Software. 

Entwicklung im Sinne von Anforderungsbuero.de ist die Beschreibung des „Was“. Also die Spezifikation von funktionalen, nicht funktionalen und Qualitätsanforderungen. 

Systemanalyse: Erst denken dann handeln.

Die Systemanalyse ist eine praktisch anwendbare Methode der Systemtheorie. Dabei konstruiert der Betrachter des Systems ein Modell eines bereits existierenden oder geplanten Systems zunächst als Black Box und verfeinert dieses im weiteren Verlauf. Dabei hat der Bearbeiter eine Auswahl bezüglich der relevanten Elemente und Beziehungen des Systems zu treffen. 

 

Informatik

Unter Systemanalyse wird in der Informatik die erste Phase im Entwurfsprozess verstanden. Der Systemanalytiker beschreibt die für seine Fragestellung relevanten Systemelemente und deren Beziehungen zueinander (in der Regel mit einem Informationsmodell). Ziel der Systemanalyse ist es zum Beispiel die Umwelt ohne Maschine (Ist-Zustand) zu beschreiben, um ausgehend von diesem Ist-Modell eine Maschine zu planen. Das Soll-Modell zeigt, wie die Maschine aussehen soll. Durch die Unterschiede zwischen Ist- und Soll-Modell wird deutlich, was die zu konstruierende Maschine leisten soll. Im Rahmen der Systemanalyse wird nicht untersucht, wie die Maschine implementiert wird. Als Maschine sind in diesem Zusammenhang Hardware und Software als eine Einheit zu verstehen. Die Systemanalyse kann auch vor der Optimierung, Migration und Konvertierung von Systemen eingesetzt werden.

 

Anwendungssystementwicklung

Bei der Erstellung von Anwendungssystemen im betriebswirtschaftlichen Kontext oder bei der Anpassung von Standardsoftware („customizing“) kann es sinnvoll sein, die relevanten Geschäftsprozesse (zum Beispiel mit ereignisgesteuerten Prozessketten [EPK]) zu modellieren. Diese Modelle dienen nicht nur als Grundlage zur Planung organisatorischer Maßnahmen (Prozessmanagement), sondern eignen sich ebenso zur Anforderungsermittlung für Anwendungssysteme, um Geschäftsprozesse medienbruchfrei und effizient durch IT zu unterstützen.

Quelle:

Verifikation und Validierung im Kontext des V-Modells

V-Modell

Validierung= Das richtige Modell bauen

Verfikation= Das Modell richtig bauen

Requirements Engineering

Das Requirements Engineering ist ein systematischer und disziplinierter Ansatz zur Spezifikation und zum Management von Anforderungen mit den folgenden Zielen:

1. Die relevanten Anforderungen zu kennen, Konsens unter den Stakeholdern über die Anforderungen herzustellen, die Anforderungen konform zu vorgegebenen Standards zu dokumentieren und die Anforderungen systematisch zu managen.

2. Die Wünsche und Bedürfnisse der Stakeholder zu verstehen, zu dokumentieren sowie die Anforderungen zu spezifizieren und zu managen, um das Risiko zu minimieren, dass das System nicht den Wünschen und Bedürfnissen der Stakeholder entspricht.

Quelle: 1-3 (IREB)

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